Pränatale Vorbereitung

Pränatal Diagnostik

Immer öfters wird die Spaltbildung bereits in der Schwangerschaft per Ultraschall erkannt.

Wenn Sie von der Spaltbildung Ihres Ungeborenen erfahren haben, bricht zuerst vielleicht eine Welt zusammen. Sie versuchen an Informationen zu gelangen, lesen, sehen Erfreuliches, Erschreckendes und beginnen nach dem ersten Schock wieder zuversichtlich nach vorne zu schauen.
Hilfreich ist das baldige Gespräch im Spaltzentrum mit dem Chirurgen oder der Chirurgin und mit einer Sachverständigen über die Ernährung des Neugeborenen.

Diese frühzeitige Diagnose gibt Ihnen und der Hebamme/Stillberaterin Gelegenheit, in Ruhe über die erste Zeit unmittelbar nach der Geburt, das Stillen oder andere Ernährungsmöglichkeiten zu sprechen und das notwendige Material zu beschaffen.
Vorgeburtlich ist auch die DVD Mauro – Yes, he can! am hilfreichsten.

 

Kolostrumgewinnung in der Schwangerschaft

Wenn es Ihnen gut geht in der Schwangerschaft und Sie von der zukünftigen Spalte Ihres Ungeborenen erfahren haben, bleibt genügend Zeit mit der Kolostrummassage einen kleinen Vorrat von dem wertvollen „Gold“ anzulegen. Damit vereinfachen Sie die Ernährung in den ersten Stunden nach der Geburt.

Fragen Sie eine Still- und Lakationsberaterin IBCLC, eine erfahrene Stillberaterin, Hebamme oder Pflegefachfrau, wie sie Kolostrum von Hand gewinnen können, was für Material es braucht, wie Sie es einfrieren, beschriften usw.

Bei einer problemlosen Schwangerschaft dürfen Sie ab der 37. Schwangerschaftswoche etwas Kolostrum ausmassieren, dieses einfrieren und zur Geburt als Starter mitnehmen.

Nach der Geburt werden Sie und Ihr Baby den Hautkontakt geniessen. Es wird die Brust suchen, lassen Sie es einfach gewähren. Möglicherweise können Sie ihm wertvolle Kolostrumtropfen direkt in den Mund massieren. Oder Sie belohnen es mit dem mitgebrachten Vorrat.

Diese Vorbereitungen helfen auch unmittelbar nach einem Kaiserschnitt.

Kontaktieren Sie unbedingt eine Fachperson, die sich in der Kolostrumgewinnung auskennt.

 

Aufruf zur gegenseitigen Toleranz

Ihr Baby mit offenem Gaumen zu stillen, ist kein einfacher Weg und nicht zu vergleichen mit dem ausschliesslichen Stillen eines Neugeborenen mit intaktem Gaumen.

Ein Hilfsmittel an der Brust von Anfang an, festigt den angeborenen Suchreflex Ihres Babys. Weil es in der ersten Zeit sehr lernfähig ist und merkt wie es satt wird an der Brust, wird es die Brust bald bevorzugen.

Können Sie sich vorstellen über längere Zeit Ihre Milchpumpe in den Tagesablauf zu integrieren? Erst nach dem kompletten Gaumenverschluss wird Ihrem Baby das Saugen mit Vakuum gelingen. Was für ein Gefühl, danach beginnt für Sie ein Leben ohne Abpumpen und ohne Hilfsmittel! Geniessen Sie das normale Stillen als Besonderheit Ihrer ganz persönlichen Geschichte.

Lassen Sie sich bereits in der Schwangerschaft von einer erfahrenen Hebamme oder Fachfrau beraten. Sie sind in guten Händen, wenn diese Person sich in der Ernährung des Kindes mit einer Spalte auskennt.

Dazwischen gibt es alle Formen der Ernährungsmöglichkeiten.

Falls Ihnen der Aufwand zu viel wird, Sie wenig Entlastung erhalten, können Sie auch nur Ihre Milch abpumpen. Die Immunstoffe in der Muttermilch helfen Ihrem Baby gesundheitlich auch kurzzeitig. Wenn die Milch versiegt, werden Ihre Tage schnell mit anderen Dingen ausgefüllt sein. Warum nicht das Tragen intensivieren?

Ihr Baby ist besonders und Sie als Mutter/Eltern sind es ebenso. Bitte werten Sie andere Betroffene nicht nach stillen oder nicht stillen. Alle wollen das Beste für ihr Kind, darum benötigen BEIDE Seiten Verständnis.

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